24. Februar 2021

News

Dringende Aktualisierung der MRA zwischen Schweiz und der EU

Durch die langwierigen Verhandlungen zur neuen EU-Medizinprodukte-Verordnung (MDR), die ab 26. Mai 2021 gelten soll, wurde die dringend notwendige Aktualisierung der MRA noch nicht vollzogen. Der Grund warum die Aktualisierung der MRA so wichtig ist, ist, dass mit der neuen EU-Medizinprodukte-Verordnung bisher geltende Richtlinien aufgehoben werden, die den Warenverkehr zwischen der Schweiz und der EU immens einschränken werden.  

Daher fordern die Verbände BAH, BPI, BVMed, MedicalMountains, SPECTARIS und VDDI geschlossen, eine sofortige Aktualisierung des MRA Abkommens, um die bevorstehenden technischen Handelshemmnisse für beide Seite, zu beseitigen. Sollte eine vollständige Aktualisierung bis zur Einführung der neuen EU-Medizinprodukte-Verordnung nicht möglich sein, fordern die Verbände zumindest Übergangsbestimmungen, die einen uneingeschränkten Warenfluss garantieren. 

Konsequenzen bei fehlender MRA-Aktualisierung? 

Noch ist der Warenfluss ungestört, betroffen von den Auswirkungen einer fehlenden MRA-Aktualisierung wären in der medizinischen Versorgung unter anderem Produkte für die Notfall-, Trauma- und Diabetesversorgung sowie Produkte für die Dialyse und chronische Atemwegserkrankungen. In Bezug auf die aktuelle Corona Pandemie muss sichergestellt sein, dass es zu keinen Engpässen in der Versorgung mit Medizinprodukten kommt, die sich negativ auf die Behandlung von Patienten auswirken.

Nach Ansicht der Industrieverbände und im Interesse der öffentlichen Gesundheit braucht es  rechtsverbindliche Übergangsbestimmungen, um den Warenverkehr bis zur vollständigen Aktualisierung zu sichern. 

Quelle:  BVMed.de